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Strompreisentwicklung in Deutschland

Die Strompreisentwicklung in Deutschland zeigte im letzten Jahrzehnt steil nach oben. Der Preis stieg im Schnitt um über einen Cent pro Jahr. Lag der Durchschnittstarif im Jahr 2001 noch bei 14 Cent pro Kilowattstunde, lag der Preis Mitte 2011 bei 25 Cent. Es ist also nicht verwunderlich, dass die vier großen Stromkonzerne trotz der Atomproblematik Rekordgewinne einfuhren und dies wohl auch in der näheren Zukunft tun werden. Der Hauptgrund dieser Strompreisentwicklung ist, dass die vier großen Versorger rund 80% des Strommarktes unter ihrer Kontrolle haben. Daran konnte auch die Auslagerung des Netzes in Tochterunternehmen oder die Gründung der Bundesnetzagentur nicht viel ändern. Doch natürlich ist die Strompreisentwicklung nicht nur von den großen Unternehmen abhängig. Auch der Staat ist beteiligt. Jedoch: Der Anteil an Steuern, Abgaben oder Umlagen am Strompreis schwankt zwar, bewegt sich aber um 40 Prozent. Das heißt, die Strompreisentwicklung ist vom Staat nur sehr gering beeinflusst worden, auch wenn er bei jeder Erhöhung mitverdient. Einen recht großen Einfluss auf die Strompreisentwicklung in den letzten Jahren hatte die Ökosteuer. Sie wird schätzungsweise von 2010 auf 2011 von 2 Cent auf 3,5 Cent je Kilowattstunde ansteigen und damit tatsächlich einen Rekord für den Staatsanteil am Strompreis verursachen. Doch gleichzeitig ist die Strompreisentwicklung nicht so sehr von der Ökosteuer abhängig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn durch den vorrangig eingespeisten, geförderten Ökostrom sinkt gleichzeitig der Strompreis an der Strombörse. Effektiv wird die Ökosteuer voraussichtlich nur für 2,2 Cent statt 3,5 Cent des Preisanstieges verantwortlich sein. Einen wichtigen Faktor bei der Strompreisentwicklung darf man aber nicht vergessen: den Verbraucher. Sie haben es selbst in der Hand, zu einem Anbieter mit einem günstigeren Stromtarif zu wechseln. Dies verstärkt den Wettbewerb und senkt so die Preise.

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